Was uns soziale Medien wirklich bringen

Ich habe lange Zeit mit mir gerungen und mich gefragt ob ich diesen Blog überhaupt machen soll. Was habe ich schon zu sagen?! Und will das überhaupt jemanden lesen? Letztlich denke ich mir aber: Völlig egal! Ich habe schon immer gerne geschrieben und versuche es jetzt einfach mal eine Zeit lang.

Für meinen ersten Blogeintrag möchte einen Blick auf ein Thema werfen, das viele von euch bestimmt grade beschäftigt: Die Reichweite in Sozialen Medien. Ich möchte mit euch meine Gedanken zu diesem Thema, am Beispiel von Instagram, einmal teilen.

Wie komme nun grade ich darauf etwas dazu zu schreiben, denn schließlich habe ich grade einmal 128 Follower auf Instagram? Ich möchte genau deshalb etwas dazu schreiben. Bis vor kurzem hatte ich auf meinem Instagram-Profil ca. 1000 Follower. Ein durchschnittlicher Beitrag hatte aber nur 170 Reaktionen (oft auch deutlich darunter). Und genau so geht es vielen von euch. Unsere Beiträge werden anderen gar nicht mehr angezeigt oder Hashtags, die wir verwenden, sind grade blockiert. Mit vielen Leuten habe ich mich in privaten Nachrichten darüber ausgetauscht und es gibt eigentlich keinen, der nicht davon betroffen ist.  Was passiert nun hierdurch? Nun ja, das kommt ganz darauf an, wie und wozu wir unser Instagram benutzen.

Wenn das Ziel deines Accounts es ist dein Produkt oder deine Dienstleistung zu verkaufen, dann ist dies immer noch sehr gut möglich. Allerdings ist solche Werbung seit geraumer Zeit mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Das kann man jetzt schlecht finden aber kommerzielle Werbung hat schon immer einen monetären Aufwand bedeutet. Instagram hat damit, für mein Empfinden, lediglich auf eine bestimmte Entwicklung reagiert. Die Möglichkeiten und Reichweite um mit normalen Post’s für eine Sache oder einfach dich selbst zu Werben, wurde meines Erachtens nach dennoch zu stark beschnitten. Menschen, die einfach Ihre Bilder zeigen möchten, verlieren den Spaß daran weil fehlende Reichweite als Abwertung gedeutet wird. Ich glaube aber nicht das dies der Fall ist. Ein Algorithmus legt fest, wer wann was sieht, und für alle Menschen denen ich folge die Benachrichtigung einschalten, würde meinen Smartphone-Akku wohl killen.

Was kann man nun dagegen tun? Leider nicht viel! Selbsternannte Instagram-Gurus erzählen euch für viel Geld das Ihr drei Bilder am Tag hochladen müsst, das Ihr viel Text schreiben müsst in dem Fragen eingebaut sind, damit mehr Menschen mit euch interagieren, das Ihr auf die Uhrzeit achten sollten und auf jeden Fall 30 Hashtags benutzen! Ganz wichtig ist auch: Benutzt so viele Emojis das euch selber schlecht wird. Und euer Feed muss konsistent sein. Ich kann euch sagen: Habe ich alles gemacht und das Ergebnis sind 800 Follower, die Null mit euch interagieren. Aber wie machen es dann die ganzen Instagram-Gurus? Und die Antwort ist: Kaufen! Sie kaufen Ihre Follower und Ihre Likes und wenn eure Ziel ist Influencer zu werden, macht es Ihnen einfach nach! Viele Unternehmen werden dennoch mit euch zusammenarbeiten und ab einer bestimmten Interaktionsrate, selbst wenn Sie gekauft ist, kommen auch echte Follower auf euer Profil. Kein Mensch außerhalb von Facebook, bzw. Instagram weiß, wie dieser Algorithmus arbeitet. Wir alle können daher nur mutmaßen.

Was habe ich getan? Ich habe meinen Account gelöscht! Ich habe auf Instagram komplett neu angefangen. Wie das helfen soll? Das war eine Umstellung von Quantität auf Qualität. Man muss sein Mindset dafür ein bisschen ändern. Auf meinem Hauptkanal habe ich lange erzählt und immer wieder darauf hingewiesen, was passieren wird. Ich habe die Leute, die mir weiter folgen möchten und denen meine Bilder wirklich gefallen, gebeten, meinen neuen Kanal zu abonnieren.  Ca. 100 Menschen, und zwar echte Menschen, sind diesem Aufruf gefolgt. Und wie positiv der Effekt sein würde, hätte ich selber nicht für möglich gehalten. Egal wer meiner Follower jetzt ein Bild „liked“, es freut mich tausend mal mehr, als wenn noch 400 „Fakte-Profile“ und „Bots“ mit dazu kommen würden. Denn ich weiß diese Menschen haben sich bewusst dafür entschieden. Kein L4L und so ein Zeug. Ihr wisst schon was ich meine! Es sind Kollegen die die Fotografie genau so lieben wie ich oder Menschen, die ein Auge für Bilder haben und eben meine mögen. Es sind Menschen die mir bei Problemen helfen und die Hilfsbereitschaft ist riesig und wächst immer mehr. „OnTop“ sind da noch Menschen die mir folgen, die ich selber aus tiefstem Herzen bewundere. Ein like einer solchen Person, ist 1000 likes von „Irgendjemandem“ wert. Und es hat geholfen. Instagram macht mir wieder Spaß. Und ich denke genau das ist es, was soziale Medien uns geben sollten: Ein gutes Gefühl.

Natürlich löst dieses Mindset keine Probleme, wenn man möglichst günstig, möglichst viele Menschen erreichen muss. Aber dafür kann man, wenn man darauf angewiesen ist, immer noch bezahlen, so wie für jede andere Werbung die man schaltet auch.

An den Leuten die in Ihren Storys sehen das es was neues von mir gibt, und trotzdem nicht vorbei schauen, arbeite ich dann als nächstes. 😉

Bis dahin bleibt Gesund
Denny

4 Comments

  1. Fraeunleinkamera sagt:

    Top 👍🏻

  2. victorias_fotografie sagt:

    Besser hätte ich es nicht beschreiben können. Ich finde es ebenfalls sehr schade, dass man eben wenn man seine Bilder einfach nur zeigen möchte nicht mehr wirklich gesehen wird. Ich wechselte damals mit voller Freude auf Instagram um es dafür zu nutzen und anfangs machte es so viel Spaß. Vor allen Dingen neue Menschen mit den selben Interessen kennenzulernen. Das ist mittlerweile nicht mehr wirklich der Fall.
    Hauptsache wir bleiben dran. 🙏🏻😊
    Liebe Grüße Victoria

    • dennylerch sagt:

      Vielen Dank für deine ausführlichen, lieben Worte und dein Feedback. Ich hätte nicht gedacht das dies hier wirklich jemand ließt. Vielen Dank auch für die Ergänzung auf Instagram. 😅

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